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Myoglobinurie der Weidepferde |
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Auf dieser Seite möchte ich über die Myoglobinurie der Weidepferde berichten, wo im November/ Dezember 1995 drei Pferde aus unserem damals ca. 12 Pferde umfassenden Bestand verstorben sind.
Neben der (wenigen) existierenden Literatur möchte ich auch einen Erfahrungsbericht einstellen und würde mich freuen, wenn ihr euch bei mir meldet, falls ihr auch betroffen seid oder wart.
Ganz genaue Angaben zu Ergebnissen von Blutuntersuchungen, Obduktion etc. habe ich leider vergessen zu kopieren bzw. konnte sie gar nicht einsehen. Auch über die Medikation erkrankter Pferde weiß ich nichts genaues, da ich einfach die Stallbesitzerin zu dem Zeitpunkt nicht danach gefragt habe.
November 1995 - Die Herde umfasst 11 eigene und 4 Privatpferde - Haltung: Tag- und Nachtweide erstmalig auf Flächen im Tiefurter Park, vereinzelt verbleiben Pferde über Nacht im Stall Die, 28.11.1995 - Eintrieb der Pferde - Laufboxenhaltung bis zu 3 Tiere Mi, 29.11.1995 - Jährling Luzius (geb. 17.03.1994 v. Landbaron a.d. Moleka v. Adio) zeigt kolikähnliche Symptome - die herbeigerufene Tierärztin vermutet sofort die „neue“ bisher unbekannte Krankheit und behandelt daraufhin (womit?) - Luzius bekommt Infusion und wird eingedeckt - Ständige Beobachtung - Pferd liegt und frisst kaum Do, 30.11.1995 - Am Nachmittag scheint es Luzius besser zu gehen, er hebt den Kopf zur Nahrungsaufnahme, dabei rutscht die Kanüle aus dem Hals, wird sofort wieder hereingesteckt, nach Sekunden tritt der Tod ein (gg. 15.30 Uhr) - Klinik in Leipzig bittet um Obduktion und sichert zu, für sämtliche Kosten aufzukommen Fr, 01.12.1995 - gg. 9 Uhr wird Luzius in die Tierklinik nach Leipzig gefahren - andere Pferde werden normal gefüttert und sollen bewegt werden - Haflingerwallach Galton (geb. 12.03.1981 v. Gamet 49 a.d. Melanie H 514 v. Stolz 9) liegt in seiner Box - Ausritt mit ihm und einem weiteren Pferd - Nach etwa 15 Minuten Schritt und Trab wird Galton merklich langsamer, bleibt schließlich schwankend stehen, die Reiterin springt ab und er fällt zur Seite - Mit weit aufgerissenen Nüstern liegt er im Wald, zwei Minuten später tritt der Tod ein (12.39 Uhr) - Die Tierärztin versucht, eine Transportmöglichkeit aufzutun mit Fahrer (Stallbesitzerin unterwegs m. Luzius) - Obduktion in der Tierklinik in Bad Langensalza ist geplant - Keiner erklärt sich zunächst bereit aus Angst vor Ansteckungsgefahr des eigenen Bestandes - Schließlich wird Galton mit einem LKW (mit Kran) gefahren - Zurück im Stall liegt Schimmel (geb. 1982, Abstammung unbekannt) wie zuvor Galton - Bekommt Aufbauspritze (genaues Präparat unbekannt) und wehrt sich erstmalig nicht gegen eine Spritze - am Abend zeigt My Lady (geb. 17.03.1995 v. Goldfarn a.d. Moleka v. Adio) typische Symptome und bekommt Infusionen, die Kanüle allerdings am Hals festgeklebt - Ansteckungsgefahr vermutet – ganzer Bestand erkrankt? - Absolutes Bewegungsverbot für alle Pferde. Boxenruhe!!! So, 03.12.1995 - My Lady geht es besser, keine Infusionen mehr - tragende Stute Danielle (geb. 11.05.1987 v. Grossist a.d. Dandy v. Derby, Abfohltermin Mai oder Juni?) knickt in ihrer Box immer wieder mit den Hinterbeinen weg Mo, 04.12.1995 - Blutproben von allen eigenen sowie von Privatpferd Lavell Die, 05.12.1995 - Danielle bekommt einen engen Ständer, wo sie zu keiner Seite hin umkippen kann, bekommt Infusionen - Ergebnis der Blutproben: stark erhöhter CK-Wert, deutet auf Muskelverfall hin - Pferde bekommen Muskelaufbaupulver (genaues Präparat unbekannt) - Untersuchung von Boden- und Futterproben (Heu, Hafer, Stroh) - genaues Ergebnis unbekannt, war aber wohl negativ bis Sa., 09.12.1995 - Danielle geht es merklich schlechter, sie kann nur noch angelehnt stehen - Koordinationsfähigkeit eingeschränkt, d.h. zur Wasseraufnahme bei vorgehaltenem Eimer trifft sie den Eimer erst nach mehrfachem Daneben So, 10.12.1995 - nach Fütterung und Kontrolle wird Stall abends gg. 18 Uhr verlassen Mo, 11.12.1995 - Danielle liegt morgens unter dem Schleppdach im Hof (ca. 35 m vom Ständer entfernt), das vordere Stalltor ist offen und kaputt, der Ständer und der Weg von dort zum Tor völlig demoliert, die Stute muss mehrmals zusammengebrochen sein - Es wurde nie aufgeklärt, wie die Stute dort hin kam - Aufstehversuche zwecklos - Blut bereits so dick, dass keine Kanüle mehr einzustechen geht - Stute wird eingeschläfert, wehrt sich jedoch heftig - Obduktion durch Tierklinik Leipzig Januar 1996 - Umzug des Reitstalls an den Fiaker Oberweimar - My Lady u. einige andere Pferde verbleiben vorerst in Tiefurt - Bewegung der Pferde ausschließlich auf dem Hof, nur stundenweise bis März 1996 - Ergebnis der Obduktion: o Galton: Virus im Gehirn, der normalerweise nur in der Schleimhaut (Maul) vorkommt, die Niere war farblich verändert (gestreift), CK-Wert erhöht o Danielle: angeblich hat Krebs die Krankheit beschleunigt oder gar ausgelöst - (Einsicht nur kurz in Protokoll von Galton, alles andere durchs Hörensagen erfahren) - Tierklinik Leipzig will Kosten plötzlich doch nicht übernehmen März 1996 - My Lady liegt viel und bekommt Spritzen - erstmals wieder Weidegang Mai 1996 - Stall am Fiaker: Schimmel erblindet - Zusammenhang zur Myoglobinurie der Weidepferde vermutet Juni 1996 - Stall in Tiefurt aufgelöst, restliche Pferde auch an Fiaker Nov/ Dez 1996 - Stall am Fiaker: Blutproben aller ehem. Tiefurter Pferde - CK-Wert zurückgegangen, aber immer noch viel zu hoch Bis Okt. 1997 - Zeitweise liegt My Lady immer noch viel - Verkauf von My Lady |
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Wenn ich es schaffe, meinen Scanner mal zu benutzen, werde ich hier noch einige der veröffentlichten Artikel der Myoglobinurie der Weidepferde einstellen. |