Das Haflinger Gestüt Meura

Meura liegt im südlichen Thüringen Wald in 580 m NN sehr (!) versteckt. Hier werden seit über drei Jahrzehnten Haflinger gezüchtet. Mit etwa 300 Pferden ist es das größte Haflingergestüt Europas. Zu DDR - Zeiten als VEG Tierproduktion Meura bekannt, befindet sich das Gestüt heute im Besitz der GbR Sendig/Sendig - Jahn.

Pferdezucht

 

Der Ausgangspunkt der Haflingerzucht der DDR war 1956 mit dem Import von Haflingern aus dem Ursprungszuchtgebiet Tirol. Anlaß dafür war die Situation der Landwirtschaft nach dem II. Weltkrieg. Mehr als die Hälfte aller anfallenden Zugarbeiten entfielen auf das Pferd. Haflinger mit ihrer Genügsamkeit, Umgänglichkeit und der hervorragenden Leistungsbereitschaft eigneten sich sehr gut für diese Aufgabe. Die ersten Haflinger wurden in Jena - Zwätzen aufgestallt - dem ersten Haflingerzuchtbetrieb der DDR. Weitere Betriebe folgten. Die Lage des Thüringer Waldes rund um Meura lud förmlich zur Haflingerzucht ein, sind die Bedingungen denen im Ursprungszuchtgebiet Tirol doch zumindest sehr ähnlich.

Der Verwendungszweck des Haflingers änderte sich im Laufe der Jahre, ging in immer vielseitigere Richtungen. Anfang der 70er Jahre lag das Hauptaugenmerk auf einem Typ des Haflingers, der in Reit- und Fahrtouristik gleichermaßen einsetzbar war. Durch die vielseitige Nutzbarkeit war der Haflinger inzwischen in der ganzen DDR vertreten.

Nach der Wende war der Bestand an Zuchtstuten erstmals rückläufig, staatliche Betriebe wurden aufgelöst oder in privater Hand weiter geführt.

Gespann 1986 anlässlich der Jubiläumsschau „30 Jahre Haflingerzucht“

Stuten auf der Weide

Wintergruß - Berberin im Schnee

Barcelona vom Nautilus        a.d. Berberin

Vorbereitung zur Stutenleistungsprüfung

Kindergruppe mit Berberin, Ullika und Shetty Elana